Warum 2025 ein Jahr des Loslassens war

Wenn ich auf 2025 zurückblicke, dann war dieses Jahr vieles, aber einfach war es nicht. Es war ein Jahr voller Gedanken, Ideen, Projekte und auch Zweifel. Ein Jahr, das mir weniger schnelle Erfolge, dafür aber umso mehr Erkenntnisse geliefert hat. Vor allem eine: Nicht alles, was möglich ist, ist auch sinnvoll. Und nicht alles, was man anfängt, muss man zwangsläufig bis zum Ende durchziehen.
2025 war für mich kein Jahr der großen Schlagzeilen, sondern ein Jahr der inneren Arbeit. Viel Reflexion, viel Sortieren, viel Hinterfragen. Ich habe gemerkt, dass ich mir in den letzten Jahren oft selbst zu viel zugemutet habe – mit zu vielen parallelen Baustellen, zu vielen Erwartungen und einem ziemlich hohen Anspruch an mich selbst. Irgendwann läuft man dann nicht mehr bewusst, sondern nur noch im Dauerlauf.
Ab dem 22.12., also ab dem Moment, wo mein Urlaub begonnen hat, habe ich deshalb einen bewussten, harten Cut gemacht. Kein „nur noch schnell“, kein „eigentlich könnte ich ja…“. Sondern wirklich Pause. Runterfahren. Durchatmen. In den letzten Dezemberwochen habe ich so gut wie nichts gemacht – zumindest nichts, was man klassisch als produktiv bezeichnen würde. Kein Content, keine Planung, kein Jahresabschluss-Video auf YouTube.
Und ja, das war ungewohnt. Wenn man es gewohnt ist, ständig etwas zu tun, fühlt sich Nichtstun erstmal falsch an. Fast wie Zeitverschwendung. Rückblickend war genau diese Ruhe aber extrem notwendig. Mein Kopf musste einfach mal still werden. Diese Pause war kein Stillstand, sondern ein bewusster Reset, um Kraft zu sammeln und mit vollem Akku ins neue Jahr zu starten.
Passend dazu war 2025 für mich insgesamt ein Jahr des Loslassens. In den letzten Monaten habe ich ganz bewusst Dinge beendet, reduziert oder hinterfragt. Projekte, die sich mehr nach Pflicht als nach Freude angefühlt haben. Ideen, die gut klangen, mir aber am Ende mehr Energie gezogen als gegeben haben. Auch alte Denkweisen und Erwartungen , vor allem an mich selbst, habe ich Stück für Stück losgelassen.
Loslassen wird oft mit Scheitern gleichgesetzt. Für mich war es eher ein Zeichen von Klarheit. Zu erkennen, dass Fokus bedeutet, sich zu entscheiden und zwar auch gegen Dinge. 2025 hat mir das sehr deutlich gezeigt.
Zum Jahresende möchte ich vor allem eines sagen: Danke.
Danke für euren Support – hier auf dem Blog, auf YouTube und im Podcast. Egal ob Kommentare, Nachrichten, Gespräche oder einfach nur stilles Mitlesen und Zuhören: Das alles bedeutet mir mehr, als man von außen vielleicht denkt. Gerade in schwierigeren Phasen merkt man erst, wie wertvoll diese Unterstützung ist.
Ich wünsche euch allen ein frohes und vor allem gesundes neues Jahr. Gesundheit ist keine Floskel, sie ist die Grundlage für alles andere. Wer den Podcast verfolgt, weiß, dass ich jemand bin, der sich jedes Jahr Ziele setzt. Nicht aus Zwang, sondern weil Ziele mir Orientierung geben.
Auch für 2025 hatte ich mir Ziele vorgenommen. Einige konnte ich erreichen, andere nicht. Und 2025 hat mir leider wieder gezeigt: Du kannst noch so viele Pläne machen, wenn die Gesundheit nicht mitspielt, verlieren all diese Ziele plötzlich an Bedeutung. Oder ganz ehrlich: sie werden komplett nebensächlich.
An dieser Stelle auch eine kurze Entschuldigung an alle Zuschauer auf YouTube, dass es kein klassisches Jahresabschluss-Video gab. Das war kein Versehen, sondern Teil dieser bewussten Ruhephase. Ich habe mich ganz klar dafür entschieden, diese Zeit für mich zu nutzen statt Content „auf Teufel komm raus“ zu produzieren.
Für 2026 habe ich wieder Pläne. Ja und auch Ziele. Aber sie sind anders gewichtet als früher.
Mein wichtigstes Ziel für 2026 ist meine Gesundheit. Mein Körper, mein Kopf, mein mentales Wohlbefinden. Ich habe gemerkt: Ich kann mir noch so viele Projekte vornehmen – wenn ich körperlich oder mental nicht in der Lage bin, sie umzusetzen, bringt mir die längste To-do-Liste nichts. Im Gegenteil: Sie erzeugt Druck. Und am Ende schaut man nur auf das, was man nicht geschafft hat, statt auf das, was man geschafft hat.
2026 soll für mich ein Jahr des Aufbaus, aber vor allem ein Jahr des Fokus werden. Genau deshalb habe ich mich 2025 von Dingen getrennt, um sie nicht als Last mitzunehmen. Weniger Ablenkung, mehr Klarheit.
Anfang 2026 steht für mich deshalb ganz klar das Thema Gesundheit im Mittelpunkt. Und nein, das sind keine klassischen Neujahrsvorsätze wie mehr Sport oder bessere Ernährung, auch wenn das sicher dazugehört. Aktuell ist vor allem das Thema Haut entscheidend. In den nächsten Wochen startet eine neue Therapie. Sollte diese nicht den gewünschten Erfolg bringen, steht im Februar die Entscheidung für eine andere, intensivere Therapie an. Dazu erfahrt ihr bald mehr auf YouTube.
Jetzt geht es erst einmal darum, wieder komplett fit zu werden, um dann gemeinsam mit euch die anderen Projekte in 2026 anzugehen. Ob der Besuch im Trailground Brilon, die Tour mit Ingo und Dirk von Radeln gegen Blutkrebs, gemeinsame Ausfahrten mit Kay oder meine eigenen Projekte wie die Bike-Werkstatt, die Bike-Garage und der Motorradführerschein.
Ihr seht: 2026 wird voll. Es wird wild. Aber diesmal mit mehr Fokus, mehr Achtsamkeit und deutlich mehr Balance. Und genau darauf habe ich richtig Bock.
Auf ein starkes, gesundes und ehrliches Jahr 2026. 👊



